Delphi

Ein kontrolliertes, individuelles Tiefeninterview in der Gruppe unter Einbeziehung einer Feedback Session.

Wir nutzen diese Methode bei:

Wie funktioniert die Methode?

Bei der Delphi-Methode werden Expert/innen aus relevanten Disziplinen zunächst über einen Trendcycle identifiziert und dann für die Teilnahme an einer mehrstufigen Untersuchung herangezogen. Während der ersten Befragungswelle werden die Teilnehmenden eingehend befragt, so dass die Forscher/innen die relevanten Aspekte hervorheben und bewerten können, um eine 360°-Perspektive auf den Forschungsgegenstand zu erreichen. Während der Analyse wird eine Reihe von Standpunkten zu verschiedenen Aspekten ermittelt. Dieses Spektrum an Perspektiven wird dann in einer zweiten Befragungswelle in Form eines Fragebogens von der ursprünglichen Expertengruppe, in bestimmten Fällen mit zusätzlichen Expert/innen, erörtert, wobei die Resultate aus der ersten Welle der Gruppe anonym präsentiert werden. Auf diese Weise kann der Einzelne seine eigene Position neu bewerten, insbesondere wenn seine Ansichten den äußersten Positionen der Meinungspalette zuzuordnen sind. Darüber hinaus erhalten alle die Möglichkeit, ihre eigenen Positionen zu überdenken, argumentativ zu begründen, und Feedback zu geben. Sollte sich dieser Prozess einer zufriedenstellenden Bündelung der Positionen entziehen, können weitere Wellen durchgeführt werden.  

In gewisser Weise ist die Delphi-Methode ein kontrolliertes, individuelles Tiefeninterview in der Gruppe unter Einbeziehung einer Feedback Session. In den meisten Fällen bewegen sich die Expertengruppen durch diese Methode auf einen Konsens zu; aber selbst, wenn dies nicht der Fall ist, wird die Ursache für die unterschiedlichen Positionen eindeutig. Forscher können somit anhand dieser Gründe sowie des Kontexts der Studie fundierte Vorhersagen treffen. 

Wichtig:

Da es sich um ein qualitatives Instrument handelt, liefert die Delphi-Methode keine statistisch signifikanten Ergebnisse (dies ist auch nicht beabsichtigt). Die Ergebnisse stellen die Synthese der Meinungen der wichtigsten Experten in einem Forschungsbereich oder -gebiet dar, nicht mehr und nicht weniger. 

Häufige Fragen ergeben sich aus den folgenden Kategorien:  

  • 1.

    Prognosen über zukünftige Entwicklungen: Wann oder in welchem Zeitrahmen wird ein Ereignis oder eine Entwicklung erwartet?  

  • 2.

    Erstrebenswerter zukünftiger Zustand: Sollte ein Ereignis oder eine Entwicklung eintreten oder stellt es eine Bedrohung oder Unannehmlichkeit für die Gesellschaft oder eine bestimmte Gruppe von Menschen dar, was sind entsprechende Handlungsvorschläge 

  • 3.

    Fragen der Umsetzung: wer, was, wann, wo und wie viel und zu welchem Zweck. 

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