rethink mobility

 

 

 

Strategien und Geschäftsmodelle in einer Welt der autonomen Mobilität

 

 

Ein falsches Trendpferd geistert durch Massenmedien und die Mobilitätsstudien angesehener Forschungsinstitute und Beratungsunternehmen: der deutschen Mobilitätsbranche steht eine massive Umwälzung bevor. Diese Einschätzung teilen wir. Doch wird diese nicht durch die bevorstehende Abkehr von klassischen Antriebstechnologien ausgelöst, sondern einen sehr viel tiefgreifenderen Faktor: autonome Mobilität. Entwickeln Sie gemeinsam mit uns zukunftsfähige Strategien und Geschäftsmodelle. Rethink Mobility!

 

Mobilitätskonzepte haben sich seit der Jahrtausendwende erheblich verändert: nie war die Gesellschaft der theoretischen Vision einer multi- oder intermodalen Mobilität näher als heute. In vielen Großstädten von New York über London, Berlin, Moskau, Singapur bis Peking nutzt ein rasant wachsender Anteil der Bevölkerung das gerade passende Verkehrsmittel, hat häufig nicht einmal einen Führerschein. Der Begriff „motorisierter Individualverkehr“ wurde dank einer digitaleren Organisation der Mobilität – bereitgestellt im App-Store, realisiert durch komplexe Verbünde der Mobilitätsunternehmen – neu definiert. Individuell reisen heißt heute nicht mehr: Selbst lenken. Individuell reisen heißt heute: möglichst unkompliziert und effizient ungeachtet des Verkehrsmittels von A nach B zu kommen. Die Auswirkungen dieser Entwicklung können kaum überschätzt werden.

 

Mit dem Markteintritt selbstfahrender Fahrzeuge erhält diese Entwicklung eine ganz neue Dimension. Selbstfahrende Fahrzeuge werden einen ähnlichen Effekt auf klassische Geschäftsmodelle der Hersteller, Zulieferer, Werkstätten, Bahnunternehmen etc. haben wie die Erfindung des Automobils vor rund hundert Jahren auf Stallungen und Hufschmiede. Um das Jahr 2020 werden die ersten Hersteller ein vollautonomes, d.h. Level 5-autonomes Fahrzeug vorstellen.

 

Die wahre Bedeutung der selbstfahrenden Fahrzeuge für die gesamte Gesellschaft wird allerdings bislang noch von sehr wenigen erkannt. Die Besitzverhältnisse werden sich über Nacht tektonisch verschieben zu Flottenbetreibern, welche autonome Fahrzeuge zu Tausenden zur Verfügung stellen. Zusätzlich werden sie zu großen Anteilen nicht mehr in Gestalt einer gewöhnlichen Pkw-Karosserie existieren, sondern ganz neuen Design-Logiken folgen. Denn einer der wichtigsten Treiber für autonome Mobilität ist nicht die Technologie, die den menschlichen Fahrer vom Steuerrad erlöst, sondern ressourcenstarke Unternehmen, die für das wahre Mobilitätsbedürfnis des Menschen eine vollkommen neue Antwort parat haben: Autonome Fahrzeuge erfüllen die Funktion, welche ein Insasse in der Zeit des Transports von A nach B gerade benötigt, und chauffieren ihn von Tür zur Tür. Entsprechend erwarten wir fahrende Hotelzimmer, Restaurants, Büros, welche logischerweise nicht in ein Limousinen-Chassis passen.

 

Welche Bedürfnisse möchten Mobilitätskunden gern unterwegs erledigen und welche nicht?
Wie sehen dementsprechend (adaptive) Innenräume oder intelligent verwaltete Flotten aus?
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